Das Geschäft mit dem Klima

Politik | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Der internationale Emissionshandel sollte den Kampf gegen den weltweiten Klimawandel finanzieren. Doch das Instrument versagt. Was kann Kopenhagen ändern?

Bericht: Matthias G. Bernold / Kopenhagen

Außerhalb der Absperrungen des Konferenzzentrums, im Schilf des angrenzenden Parks, stehen drei dürre Gestalten. Bedrohlich starren sie in Richtung Bella-Center. Unsichtbar die Augen in den Höhlen ihrer dunklen Gesichter. Reglos ihre Mienen, aber die grellen Gewänder – eines blau, eines gelb, eines rot – flattern im Winterwind, der wild über Dänemarks Küste fegt.

Die drei zehn Meter hohen Figuren sind Teil des Kunstprojekts, das der dänische Bildhauer Jens Galschiot für den Weltklimagipfel entworfen hat. Galschiot, im orangen Schal, mit Freisprecheinrichtung am Ohr, hetzt zu Füßen seiner monumentalen Bronzestatuen umher, justiert einen Stromgenerator, während er seinen Helfern Anweisungen gibt. Es sind die letzten Stunden vor Beginn der UN-Klimakonferenz.

„Wenn sich die Welt nicht


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige