Wie das Echo nach Leon Zelmans Tod weiterhallt

Politik | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Das neugestaltete Jüdische Echo widmet sich mit lebendigen und zeitgemäßen Zugängen dem Jüdischsein im heutigen Europa

Rezension: Anton Pelinka

Leon Zelman hat es 1951 gegründet. Ein Verein führt das „Jüdische Echo“ nach seinem Tod weiter – unter der Chefredaktion von Marta S. Halpert. Nun liegt die 58. Ausgabe vor: „behutsam“ neu gestaltet, ist es dennoch das alte „Jüdische Echo“. Dass sich diese Ausgabe dem „Zuhause in Europa“ widmet, ist die Fortsetzung einer Tradition: Jüdischsein wird nicht als herausgehobene Lebensform betrachtet. Jüdischsein als grundsätzlich Normales in der gesellschaftlichen Realität – das war der Ausgangspunkt des „Echo“, und das bestimmt auch den neu erschienenen Band.

In ihm geht es vor allem, aber eben nicht nur um jüdische Existenz in Europa. Die Breite des Themas verdeutlicht etwa Steven Bellar in seiner Analyse der Zusammenhänge zwischen einem Europa der Multikulturalität und jüdischer, notgedrungen immer auch multikultureller

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