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Bücher, entstaubt

Politik | Marianne Schreck | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Die Körpersprache des Hasses

Laut US-Gesetzgebung ist Hate-Speech zwingend als „körperliches Verhalten“ definiert. Dabei nimmt rassistisches Sprechen seinen Ursprung nicht beim Protagonisten, da es immer Zitat ist und sich in einen historischen Raum begibt, der durch rassistisch imaginierte Beziehungen zugänglich gemacht wird. Judith Butler kritisiert, dass durch engagierte Aufrufe, schwarze rappende Männer in ihren frauenfeindlichen Texten zu zensurieren, die Tatsache verschleiert wird, dass es Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern gibt, die namenlos bleiben.

Judith Butler: Hass spricht. 2006,

Suhrkamp Verlag, 263 S., € 10,30


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