Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Eine Frau kämpft gegen das schmutzige Geschäft der Zwangsprostitution

Sibylle Hamann

Vor ein paar Monaten war Joana Adesuwa Reiterer auf dem Falter-Cover zu sehen. Viele Wiener und Wienerinnen erfuhren damals zum ersten Mal, wie das Geschäft mit der Zwangsprostitution hinter den Praterbüschen abläuft.

Reiterer kämpft mit ihrem Verein Exit seit Jahren gegen Menschenhändler, die dieses Geschäft betreiben, und hilft Frauen beim Ausstieg. Dass sie dabei auf radikale Offenheit setzt, ist mutig. Gleichzeitig ist Öffentlichkeit ihr wichtigster Verbündeter. Nun wird dieser Mut belohnt.

Diese Woche erhält Reiterer den Preis der Österreichischen Liga für Menschenrechte. Verbunden ist diese Ehrung mit einer Forderung: Damit man Menschenhändlern das Handwerk legen kann, brauchen die Opfer, die gleichzeitig die wichtigsten Zeuginnen sind, besseren rechtlichen Schutz.

Meist werden sie von ihren Zuhältern massiv unter Druck gesetzt und fassen nicht genug Vertrauen in die Behörden, um ihre wahren


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