Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Den ganzen Tag mit Manolos durch die Gegend staksen, schick businesslunchen gehen und mit den anderen Mädels pinke Cocktails schlürfen – „Sex and the City“ lieferte den Nullerjahren ein sehr holzschnittartiges Bild moderner, unabhängiger Frauen, aber wir haben uns dabei amüsiert. Danach ist es mit den „Frauenserien“ nur mehr abwärts gegangen, ich sage nur: „Desperate Housewives“. Diese Vorstadtschnepfen verlieren allerdings ihren Schrecken, wenn man sich die letzte Girls-in-der-großen-Stadt-Serie des Jahrzehnts anschaut. In „Lipstick Jungle“ (Mi, 20.15 Uhr, Pro 7) kämpfen sich drei Ladys Anfang 40 durch ihr hartes Upper-Class-Leben zwischen dem Gatten, dem Lover, den Kids, dem Geschäft. Natürlich machen sie alles gemeinsam, sind immer schick und am Ende meist die Gewinnerinnen. Als wären sie drei kleine Volksschulmädchen, die sich ganz, ganz toll liebhaben und in jeder Pause Händchen halten – einfach dümmlich. So stellen sich halt Fernsehproduzenten Weiberfreundschaften vor.


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