Fintan hat Fingersex mit Früchten

Feuilleton | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Erzählbände von Anne Enright und A.L. Kennedy widmen sich der Dauerkrise zwischen den Geschlechtern

Buchkritik: Klaus Nüchtern

An einem Samstagabend vor Weihnachten hatte ich mit einem Typen Sex und gab ihm meine Nummer. Er hatte etwas an sich, was mich hätte ahnen lassen können, dass er genau die Sorte Mann war, die anruft.“

Einfach nur Sex zu haben ist bekanntermaßen komplizierter als man/frau denkt: „Die Männer sagen immer, sie wollen zwanglosen Sex, aber wenn man Vielen-Dank-gute-Nacht sagt, sind sie zutiefst beleidigt (…)“ – so jedenfalls die Erfahrung der Protagonistin jener Geschichte, mit der Anne Enright ihren Band „Alles, was du wünschst“ eröffnet. Es folgen 18 weitere, ursprünglich in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien erschienene Erzählungen. Alle sind aus weiblicher Perspektive geschrieben – mal in der ersten, mal in der dritten Person.

Dass der Name des Ich-Erzählers ungenannt bleibt, ist nichts Ungewöhnliches, hat hier neben den erzähltechnischen


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