„Ich improvisiere nicht, das kann ich nicht“

Feuilleton | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Frankreichs schwungvollster Kinostilist Arnaud Desplechin über seinen Weihnachtsfilm „Un conte de noël“

Interview: Joachim Schätz

La Vie des morts“ heißt der hochkomprimierte 54-Minüter, mit dem Arnaud Desplechin 1991 erstmals für Aufsehen sorgte. Eine versammelte Großfamilie wartet darin das baldige Ableben des Adoptivbruders ab, der nach einem Suizidversuch im Spital liegt.

Auch in Desplechins aktuellem Film, der prallen Weihnachtsdramödie „Un conte de noël“ (siehe Rezension unten), versammelt sich eine Familie – gespielt von einem französischen Allstar-Cast inklusive Catherine Deneuve und Mathieu Amalric – um einen drohenden Todesfall.

Zwischen diesen beiden Ensemblefilmen liegt eine der unberechenbarsten Filmografien des jüngeren französischen Kinos – von der versponnenen Spionagethriller-Aneignung („La Sentinelle“, 1992) bis zum ruppigen Kostümdrama („Esther Kahn“, 2000). Geboren 1960 im nordfranzösischen Roubaix, wo auch „Un conte de noël“ spielt,


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