Wiederbegegnung mit den Beatles, Teil 13: die vier verlässlichsten vier Freunde von der ganzen Welt

Feuilleton | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Enthusiasmus-Serie: Robert Rotifer

Wir können sämtliche Bekanntschaften beleidigen, die ganze Familie vor den Kopf stoßen, in vollbesetzten Waggons flatulieren, und doch haben wir alle – zumindest diejenigen, die noch immer diese Kolumne lesen – vier Freunde, die wir unser Leben lang nicht los werden. In unserer Vorstellung fechten sie seit über 40 Jahren dieselben Sträuße aus – von künstlerischen Streitigkeiten bis zum Hader über die Neue des anderen. Und wir genießen das Privileg, uns – je nach Stimmung und Lebenslage – auf des einen oder anderen Seite zu schlagen. Wir projizieren in sie, was wir wollen, und sie singen immer gleich schön zurück.

Neulich laufe ich also bei einer Glühweinsause in Faversham Brian, einem gebürtigen Liverpooler, über den Weg. Nach ein paar höflichen Nebensächlichkeiten frage ich ihn, ob er den Merseybeat-Boom der frühen Sixties mitbekommen habe. „Ja klar“, sagt er. Die Beatles im Cavern Club aber habe er wohl nicht erlebt, frage

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