Ist Gott gut oder allmächtig?

Feuilleton | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Unerforschlich: In „Lourdes“ erzählt Jessica Hausner von einem Wunder

Rezension: Michael Omasta

Wunder“, heißt es in Band sechs des schönen, blauen Falter-Redaktions-Dudens von 1981, „das; -s, - [mhd. wunder, ahd. wuntar]: außergewöhnliches, den Naturgesetzen od. aller Erfahrung widersprechendes [u. deshalb der unmittelbaren Einwirkung einer göttlichen Macht od. übernatürlichen Kräften zugeschriebenes] Geschehen, Ereignis, das Staunen erregt.“

Blau sind auch das T-Shirt und der Rock, den Christine trägt. Die zierliche junge Frau, die wegen Multipler Sklerose auf den Rollstuhl und ganztägige Betreuung angewiesen ist, hat sich zur Teilnahme an einer fünftägigen Pilgerfahrt nach Lourdes entschlossen. Weniger in der Hoffnung auf ein „Wunder“ freilich, sondern eher aus Langeweile und einer gewissen Neugierde heraus.

Selbst das ist aber schon zu viel gesagt und reine Spekulation. Wir erfahren nichts über Christine; und erst recht nichts über ihre Motivation, nach Lourdes


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