Nüchtern betrachtet

Schade, dass wir nicht mehr in der Efta sind

Feuilleton | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Wenn ich es recht mitbekommen habe, ist Österreich nicht mehr Mitglied der Efta – und zwar schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Das ist schade, denn im Unterschied zur irgendwie geheimnis- und glamourlosen EU strahlte die Efta einen matten Schimmer halbseidener Verfluchtekelhaftigkeit ab – so wie der leicht depperte, aber hartnäckig vom Ruf, über erstaunliches Fachwissen bezüglich des anderen Geschlechts zu verfügen, begleitete Bruder des langweiligen Klassenbesten. Der Efta gehörten seinerzeit Österreich, Island, Norwegen, die Schweiz, Clint Eastwood, der Illuminatenorden und eine obskure Gruppe von Freihandelsflugyogis an, deren Namen streng geheimgehalten wurden, weil sie Hinweise auf das korrekte Datum des Weltuntergangs enthielten. Außer Geo-Profs, „Trivial Pursuit“-Nerds und anderen extremen Randgruppen wusste niemand, was Efta bedeutet. Generell wurde angenommen, dass sie


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige