Meidling ist der neue Süden – die große Welt am kleinen Bahnhof

Joseph Gepp | Stadtleben | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Zwischen 13. Dezember 2009 und dem fernen Jahr 2013 – während also der Südbahnhof neu errichtet wird – heißt der größte Bahnhof Österreichs „Wien-Meidling“. Den leicht anachronistischen Charme des Zugreisens wird dort zwar so schnell keiner zu spüren bekommen, dazu fehlt schon einmal die großzügige Halle. Aber in praktischer Hinsicht scheinen Wiener Linien und ÖBB gut auf die täglich etwa 55.000 Reisenden vorbereitet, die nunmehr ihre Ankünfte und Abfahrten im etwas peripher gelegenen Arbeitergrätzel zu bewältigen haben:

So wurde etwa die U6, die nach Meidling führt, aufgerüstet. Zwei zusätzliche Züge auf der Strecke reduzieren die Intervalle von drei auf zweieinhalb Minuten. Dazu wurde die Linie rechtzeitig vor der Südbahnhof-Sperre gänzlich auf Niederflurwagen umgestellt. Das erhöht die Fahrgastkapazität laut Wiener Linien auf ein Viertel. Aufgestockt wurde auch die Straßenbahnlinie 62, die von Meidling ins Zentrum fährt. Trotzdem warnen die Wiener Linien

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