Die Post-Leberkäse-Phase

Stadtleben | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Eine junge Frau versucht, TU-Studenten gutes Essen näherzubringen. Ein Kraftakt

Gibt’s noch was?“ Das fragt ab etwa 14 Uhr jeder, der den Salon Wichtig betritt, denn das ist hier nämlich nicht selbstverständlich. Ab elf am Vormittag stehe die Schlange, erklärt Sophie Partik, und da sie einerseits ein 1-Frau-Betrieb sei und andererseits nicht gerne Dinge wegschmeiße, könne es eben schon sein, dass einmal etwas ausgehe. Oder alles.

Sophie Partik ist jung, hat in den vergangenen Jahren in den diversen Edelhütten – fabios, Indochine 21, Yohm, Procacci – eine durchaus gute Figur gemacht und dann beschlossen, sich einer gastronomischen Herausforderung der besonderen Art zu stellen: Sie übernahm ein winziges Lokal im TU-Grätzel, in dem zuvor Leberkäse um irrsinnig wenig Geld an irrsinnig hungrige Studenten verkauft wurde. „Am Anfang war’s hart, den Leuten klarzumachen, dass es im Leben nicht nur Leberkäse gibt“, sagt Partik. Diese Leute blieben dann aber offenbar so hartnäckig,

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