In den Baracken

Steiermark | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Die Gemeindesiedlung am Grünanger ist verschrien und hätte bereits abgerissen werden sollen. Heute ist sie für manche der letzte Zufluchtsort

Reportage: Maria Motter, Donja Noormofidi

Die Holzhütten am Grünanger im Grazer Bezirk Liebenau werden allgemein „Baracken“ genannt, selbst von Leuten, die darin wohnen. Auf einige trifft die Bezeichnung zu, sie sind verfallen, im Garten türmt sich Sperrmüll. Vor einem Häuschen kocht ein Mann in zerschlissenen Kleidern auf einem Gaskocher, drei Krähen flattern um den Kochtopf herum. Nur eine Straße weiter wähnt man sich dagegen in einer Schrebergartensiedlung – frisch gestrichene Holzhäuschen mit adretten Gärten reihen sich aneinander, Baracken sehen anders aus.

Die Holzhütten am Grünanger sind Kategorie-C-Gemeindewohnungen, das heißt grundsätzlich nur mit kaltem Wasser und Klo ausgestattet; viele von ihnen haben kein Badezimmer, alle werden mit Holz oder Kohle beheizt. 180 Euro beträgt die Miete für eine Barackenhälfte. 33.000


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