Ein eigenwilliges Pony aus Kapfenberg

Steiermark | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Der Grazer Regisseur und Autor Markus Mörth legt seinen ersten Roman vor

Kritik: Tiz Schaffer

Sie werden dich ausnutzen, sich an dir abwischen. Bist du so dumm? Du mit deinen knochigen Fingern und deinen Kleinmädchenbrüsten. Was willst du schon dagegen tun, wenn sie dich fertigmachen und dann wegwerfen.“ So schätzt Maria Fabiani die Situation ihrer Tochter Friederike ein. Friederike ist eine achtzehnjährige Studentin, von ihren Freunden und Bekannten wird sie Pony genannt. Ein kleines Pferdchen also ist sie, ein junges Kapfenberger Mädchen, das in Wien Jus studiert und sich dort als Kindermädchen bei der Familie eines Politikers und einer Anwältin sozusagen einnistet und dadurch „in einen nicht kontrollierbaren Strudel von Ereignissen gerät“, wie der Klappentext verheißungsvoll ankündigt.

Allerdings scheint das spröde, spindeldürre und wortkarge Mädchen die Dinge ganz gut im Griff zu haben. Hin- und hergerissen zwischen den Städten Kapfenberg und Wien, auch als Spielball


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