Lexikon

Sinn, Klang und vor allem Bilder von Gebäuden

Bestandsaufnahme steirischer Architektur im Künstlerhaus

Herwig G. Höller | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

In unterschiedlichen Formaten - so betonen die Veranstalter stolz - wurde das Projekt in vergangenen Jahren und in unterschiedlich prominenten Kontexten zwischen Belgrad, Berlin, New York, Venedig und Wroclaw präsentiert. Nun ist das Grazer Künstlerhaus an der Reihe, und erstmals wird es hier auch SENSE OF ARCHITECTURE als Gesamtprojekt in unterschiedlichen medialen Manifestationen zu sehen geben.

Diese vollständige Darstellung als Ausstellung, Film, Buch, aber auch mit Workshops und Diskussionsveranstaltungen, die es in den nächsten Wochen geben wird, ist kein Zufall. Handelt es sich bei diesem Projekt doch um eines der kulturpolitischen Leitprojekte der Ära von Landeskulturreferentin Waltraud Klasnic (ÖVP) und um eine Bestandsaufnahme des aktuellen steirischen Architekturschaffens. Zentrales Element ist der Film von Heinz Emigholz. Der renommierte deutsche Architekturfilmer hat 64 architektonische Werke in beziehungsweise aus der Steiermark gefilmt, in seiner bekannt ruhigen Bildsprache Tausende Einstellungen aufgenommen und eine für die lokale Baukunst bislang einzigartige Dokumentation geschaffen.

Aber auch im Außenraum des Künstlerhauses wird SENSE OF ARCHITECTURE auf sich aufmerksam machen, Marion Wicher und Werner Jauk präsentieren eine audiovisuelle Installation an der Fassade. Und drinnen gibt es zur Eröffnung einen besonderen Sound: Unter der Klangregie von Daniel Teige ertönt "Persepolis für 8-Kanal-Tonband", ein Werk des legendären Komponisten Iannis Xenakis (1922-2001) aus dem Jahr 1971.

Künstlerhaus Graz, Eröffnung Fr 19.00


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