Seinesgleichen geschieht

Kärnten als Geisteszustand. Willkommen in der Republik Hypösterreich

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Einige meiner besten Freunde sind Kärntner. Ich will also mit Pauschalurteilen haushalten. Dennoch kann ich feststellen: Österreich ist durch und durch verkärntnert. Eben wurde die Kärntner Hypo-Alpe-Adria-Gruppe gerettet – mit Staatsgeld, versteht sich. Sie wurde auf eine Weise gerettet, die der Verkärntnerung Österreichs entspricht. Auf dubiose Weise.

Diese Rettung hatte die Form einer Erpressung. Der Kärntner Landeshauptmann und seine Genossen von BZÖ und ÖVP schoben die von ihnen aufgehäufte Milliardenverantwortung (17 Milliarden Haftung) dem Finanzminister über den Tisch, grinsten und sagten: Friss, Vogel Pröll, oder stirb. Die Wut über diese Unverfrorenheit war den Erpressten, Josef Pröll und seinem Staatssekretär Andreas Schieder, noch im Fernsehstudio anzusehen. Sie schäumten, während der Kärntner BZÖ-Chef Uwe Scheuch nicht aufhörte, frech zu grinsen, und den Tag, der anderswo ein Fiasko und ein Debakel für den Steuerzahler genannt wurde, einen „guten Tag


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