Wie sich Österreich ausgeliefert hat

Falter & Meinung | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Die „Rettung“ der Kärntner Hypo lastet dem Steuerzahler Risiken auf, die heute nicht abzuschätzen sind

Gastkommentar: Kurt Bayer

Die als „systemisch“ eingestufe Hypo Alpe Adria wird also verstaatlicht. Um drei Euro „Kaufpreis“ plus „Eigenkapitalmaßnahmen“ plus weitere Haftungen in noch nicht bekanntem Ausmaß. Damit sei „großer Schaden von Österreich abgewendet worden“, sagt Kanzler Werner Faymann. Außerdem seien nun die Voraussetzungen für eine geordnete Restrukturierung der Bank geschaffen worden, beteuern die Experten von Finanzmarktaufsicht und Nationalbank.

Ist damit alles getan? Eine Reihe von Fragen stellt sich dem leidenden Steuerzahler. Ist die Hypo Alpe Adria tatsächlich „systemrelevant“? Hätte ihr Konkurs wirklich andere Banken mit in den Abgrund gerissen? Wie werden Rating-Agenturen und Banken Österreich nach der Verstaatlichung beurteilen?

Die Hypo Alpe Adria ist die sechstgrößte Bank Österreichs. Ob ihr Verschwinden wirklich den Finanzmarkt


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