„Wir sind die Staublunge der Welt“

Politik | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Kein Land bläst mehr Dreck in die Luft. Wenige investieren mehr in grüne Technologie. Die Greenpeace-Aktivistin Li Yan über die Widersprüchlichkeiten Chinas

Interview: Matthias G. Bernold

Vorbei an den Informationsständen der NGOs und der Energieerzeuger. Vorbei am Dokumentationszentrum des Weltklimagipfels, wo man täglich nachlesen kann, was die Delegierten am Vortag zustandebrachten. Hinein in die große Halle mit dem Glasdach, wo sich die Gesandten in den Cafés zu Hintergrundgesprächen treffen. Links die Weltkugel aus Plastik, rechts der Eingang zum Plenum. Durchs Gewusel aus Anzugträgern, wandelnden Bäumen, Umweltschützern mit Schwimmreifen und Vertretern der afrikanischen Jugenddelegation in Pudelhauben, die für eine klimafreundliche Fußball-WM 2010 in Südafrika werben. Im hintersten Winkel des Bella Center schließlich hat die Greenpeace-Delegation ihr Büro. Unter zwei Dutzend Umweltschützern, die um die raren Steckdosen streiten, sitzt Li Yan, die Vertreterin aus China,

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