Minarett, Muezzin, Mandarin

Politik | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Nachtrag zum Schweizer Volksentscheid: Ist europäische Identität bloß die Utopie einer einflussreichen Elite?

Kommentar: Christian Zillner

Franz Kössler verweist in seinem Kommentar im letzten Falter darauf, dass nicht nur eine Mehrzahl an Schweizern das Fondue-Kächele gestrichen voll von Minaretten hat. Auch in anderen europäischen Ländern will eine schweigende Mehrheit offenbar keine muslimischen Gebetstürme in ihren Städten und Dörfern. Kössler mahnt, „wenn das Thema (die europäische Identität und ihr Verhältnis zum Islam, Anm.) nicht offensiv diskutiert wird, ist die nächste Überraschung garantiert“.

Die nächste „Überraschung“ wird die Wut der meisten Europäer sein, falls, wie Kössler andeutet, die Schweizer Entscheidung von internationalen Gerichten als rechtswidrig verurteilt wird. In der Europäischen Union werden politische Ziele, die sich in einzelnen Nationalstaaten nicht politisch durchsetzen lassen, durch gemeinsame Beschlüsse der Regierungschefs in


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