Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Christen in Not und vom Wetter verfolgt. Eine Demo am Stephansplatz

Anna Sawerthal

Donnerstagabend, knapp vor sechs Uhr, kommt dann noch ein Religionslehrer mit seiner Klasse zum kleinen Infotisch am Stock-im-Eisen-Platz: „Gibt’s noch was zu sehen?“ Es regnet in Strömen. Unter der Plastikplane beginnen die Veranstalter langsam, ihre Flyer und Broschüren wieder einzupacken. „Stopp der Christenverfolgung“ steht auf ihren orangen Signaljacken, 10.000 Infofolder wurden bestellt, um am internationalen Tag der Menschenrechte auf die Verfolgung von Christen aufmerksam zu machen. Wahnsinnig viel war jedoch nicht los, erzählen die Standbetreuer ein wenig enttäuscht. „Wenn ein Bauwerk in der Schweiz verboten wird, dann schreien die Leute auf, aber wenn Menschen verfolgt werden, dann sagt niemand etwas“, meint ein Vertreter von „Kirche in Not“. Insgesamt haben sich 19 Organisationen zur Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ zusammengefunden, um mehr Aufmerksamkeit

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