Wiederbegegnung mit den Beatles, Teil 14: Die Band ist 1966 zum ersten Mal gestorben, aber Paul is still alive

Feuilleton | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Enthusiasmus-Serie: Carsten Fastner

Für die Gitarren ein paar Verstärker auf der Bühne, für die Stimmen die Anlage des Stadionsprechers – mit dieser tontechnischen Ausstattung konnten die Beatles keine Chance haben, als sie am 15. August 1965 im New Yorker Shea Stadium gegen 55.600 kreischende Fans auftraten.

Das Konzert gilt als eines der besten der Bandgeschichte, bloß: Gehört hat es keiner. Auch die Beatles selber nicht. Zwölf Songs und 34 Minuten lang stocherten die Liveroutiniers wie taub nach den richtigen Tönen, mühten sich, im Takt zu bleiben. Der Stimmung auf und vor der Bühne tat das keinen Abbruch.

Ein Jahr später aber war ihnen die Lust auf solchen Wahnsinn vergangen. Am 29. August 1966 gaben die Beatles im Candlestick Park von San Francisco ihr letztes offizielles Konzert. Es war das erste Ende der Band.

Bis zur endgültigen Trennung im April 1970 entstanden noch sechs Studioalben, das eigentliche musikalische Erbe der Beatles. Ihre Liveauftritte aber, über 1400 waren


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