Für eine Theorie der zärtlichen Kräfte

Feuilleton | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Der Allesaufsauger und begnadete Anekdotier Alexander Kluge sieht sich mit kühlem Blick im Labyrinth der Liebe um

Buchkritik: Christoph Bartmann

Von wem stammt wohl dieser Satz: „In der Kaiserstraße in Frankfurt am Main reihen sich Fortbildungsinstitute des zweiten Bildungsweges, Stätten der Prostitution, Schnellimbisse, exotische Lokale aneinander.“ Natürlich, möchte man ausrufen, von Alexander Kluge. Aber warum?

Versuch einer Klärung: Puffs, Imbisse und Exoten fallen im Frankfurter Bahnhofsmilieu vielen auf, nicht aber die „Fortbildungsinstitute des zweiten Bildungsweges“. Die fallen nur Alexander Kluge auf. Aus den übrigen Zutaten des Rotlichtbezirks könnte man stimmungsvolle Geschichten mischen, „Atmosphäre pur“ sozusagen, aber das ist Kluges Sache nicht. Er schaut streng sachlich darauf, wie sich verschiedene Lebenssphären an bestimmten Orten begegnen, und er will wissen, was das Gesetz ihrer Begegnung ist.

Um solche Dinge in Erfahrung zu bringen, schreibt Kluge Geschichten,

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