„Die Zeit der Schubladisierung ist vorbei“

Feuilleton | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Der Starauktionator Simon de Pury spricht über das Steigern des Glücks und die Nichtkrise des Kunstmarktes

Interview: Matthias Dusini

Der Kunsthändler Simon de Pury weilte Ende November in Wien, um auf einer Party von Francesca Habsburg in der ehemaligen Ankerbrot-Fabrik als DJ aufzulegen. Die Sammlerin und der Auktionator kennen einander seit Jahrzehnten. Der Schweizer arbeitete bereits in der Sammlung von Habsburgs Vater Hans-Heinrich Thyssen, die zuerst in Lugano zu sehen war und sich nun in Madrid befindet.

Der Name de Pury wird immer dann genannt, wenn die Kapitalisierung und Globalisierung der Kunst in den Nullerjahren beschrieben werden soll. Er hilft den Superreichen beim Geldausgeben und besitzt das, was vielen von ihnen fehlt: Geschmack.

Als er 2001 gemeinsam mit Daniella Luxembourg, die übrigens die erste Direktorin des Jüdischen Museums Wien war, bei dem Londoner Auktionshaus Phillips einstieg, verkaufte man dort noch Zinnsoldaten und das Porzellan der englischen Oberschicht.


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