Nüchtern betrachtet

Der arglose Gastgeber hat es manchmal schwer

Feuilleton | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Mein Freundeskreis besteht zu 70 Prozent aus Wasser, zu sieben Prozent aus Ärzten, und von den verbleibenden 13 Prozent fallen wiederum 85 Prozent in den Zuständigkeitsbereich des bm:ukk. Ärzte und Künstler sind ganz gut kombinierbar. „Logo“, würde Heribert Corn sagen, „Künstler sind sowieso alle Patienten.“ Ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen, dass Künstler manchmal auch Ärzte sind und dass die Verletzungsrate durch Extremsportarten wie Fußball oder Skifahren in beiden Gruppen etwa gleich hoch ist. Ich vermute des Weiteren, dass beide in etwa ähnlich ungesund leben. Das schafft Gemeinsamkeiten, und ich bin als guter Gastgeber selbstverständlich jederzeit in der Lage, diesen ungesunden Lebenswandel durch die Zubereitung fetter Speisen und das Ausschenken passender Begleitgetränke zu unterstützen.

Gastgeben ist ja keine ganz unheikle Tätigkeit. Vor vielen, vielen Jahren

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