Der alte gierige Hut

Stadtleben | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger will Neoliberalismus in der Fußballbundesliga

Analyse: Johann Skocek

Rudolf Edlinger ist ein Freund der Solidarität, solange sie seine Interessen befördert. Das ist gute sozialdemokratische Tradition, denn Einigkeit mit anderen ist kein Naturgesetz, sondern eine Kulturleistung und macht nur Sinn, wenn man selbst was davon hat. Zum Beispiel einen Kollektivvertrag oder einen TV-Vertrag. Die Fußballbundesliga verhandelt demnächst mit Fernsehsendern, und Edlinger hat schon angekündigt, dass die Rapid sich selber vermarkten will. Bis Mitte Jänner läuft das Verhandlungsmandat der Liga, anschließend herrscht sozusagen Markt, und darin spielt Rapid als zugkräftigster Verein Österreichs den Leader.

Solidarität ist Geld wert. Derzeit erhält ein Erstligaverein rund eine Million Euro TV-Lizenzgelder. Edlinger will mehr. Das kann nur zulasten kleiner Vereine wie Kapfenberg, Mattersburg oder Ried gehen. Das ist Edlinger egal. Rapid füllt Stadien und treibt

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