Die Wandererfantasie und der Barpianist

Steiermark | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Der Roman „Brendels Fantasie“ beschert dem obersteirischen Autor Günther Freitag einen kräftigen Rezeptionsschub

Buchkritik: Paul Pechmann

Es ist kein alltäglicher Karriereverlauf, wenn es einem Autor nach zweieinhalb Jahrzehnten Publikationstätigkeit in kleineren und mittelgroßen österreichischen Editionen, wie kitab oder Droschl, gelingt, ein Buch in einem großen deutschen Belletristikverlag herauszubringen. Der 57-jährige Prosadichter Günther Freitag, der in Leoben als Gymnasiallehrer arbeitet, schaffte nun den Sprung ins Haus Bertelsmann über eine von Starkritikerin Elke Heidenreich betreute Buchreihe, die solche Texte im Visier hat, die – auf welche Weise auch immer – Musik thematisieren. Damit ist gerade jenes Metier benannt, in dem sich Freitag seit seinem Debüt „Kopfmusik“ (1984) mit Vorliebe bewegt.

In seinem zehnten Buch erzählt Freitag von der Musikbegeisterung eines österreichischen Unternehmers namens Höller, der von einem inoperablen Gehirntumor befallen


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