Ohren auf!

Sammelkritik

Gerhard Stöger | Lexikon | aus FALTER 51/09 vom 16.12.2009

Es war ein Minitrend des Popjahres 2009: Zentrale Mitglieder prägender Bands der nun ausklingenden Dekade veröffentlichen Solowerke – und liegen damit alles andere als komplett daneben. Strokes-Sänger Julian Casablancas hat es getan, Paul Banks alias Julian Plenti von Interpol ebenso, auch Alec Ounsworth, die Stimme bei Clap Your Hands Say Yeah.

Nun folgt Kyp Malone von TV On The Radio. Sein Soloprojekt nennt sich Rain Machine, das zugehörige Album trägt den gleichen Titel, erschienen ist es bei Anti-. Der schneidende Gesang erinnert sofort an seine Band, ansonsten sind die Parallelen eher gering. Wo TVOTR auf eine verdichtete, gleichzeitig apokalyptisch wie verführerisch klingende Mischung aus Soul, Rock und Elektronik setzen, übt sich Rain Machine in der Kunst der Reduktion. Malone ist hier mehr Singer/Songwriter, Bluessänger, Gospelboy; er sucht andere Wege, um letztlich doch wieder ähnlich zu wirken, wie TVOTR: aufwühlend, intensiv und durchdringend nämlich.

Auch Karen O,

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