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Seelenlandschaften aus Karton

Lexikon | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Der trüben Geografie nicht eindeutig lokalisierbarer Unorte gibt Michael Ashkin in seinem Werk Gestalt. Mit Fotografien von postindustriellen Landschaften war er 2002 bei der Documenta vertreten, mit Modellen aus Recyclingkarton bespielt er nun das Untergeschoß der Secession. Für Überwachung und Reglementierung des öffentlichen Raums stehen seine Miniaturen von Gefängnissen und Platzgestaltungen. Zum beklemmenden Projektionsraum für existenzielle Fragen wird ein raumgreifendes Setting, das Streusiedlungen darstellt. Die Videoinstallation „Here“ führt schließlich in eine leerstehende Garage (Symbol für die innere Wüste?). Spätestens hier wird der Betrachter völlig auf sich selbst zurückgeworfen. MJ

Secession, bis 24.1.


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