Neu im Kino

Ein Multikulti-Märchen aus dem Wilden Osten

Lexikon | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Es gibt viele gute Gründe, den Komiker Michael Niavarani zu schätzen. Dieser Film gehört nicht dazu. Wobei die in Österreich ganz auf Niavarani zugeschnittene PR für die deutsche Komödie „Salami Aleikum“ irreführend ist: Der Simpl-Chef spielt nur eine Nebenrolle, einen persischen Fleischhauer aus Köln. Held des Films ist dessen Sohn Mohsen (Navid Akhavan), den es in den Wilden Osten verschlägt. In einem Kaff verliebt sich der junge Mann in die resche Ex-DDR-Kugelstoßerin Ana (Anna Böger), und weil die hinterwäldlerischen Ossis ihn für einen reichen Investor halten, kommt es zur großen deutsch-iranischen Verbrüderung. Das Spielfilmdebüt des iranischstämmigen Regisseurs Ali Samadi Ahadi ist ein manieriert erzähltes, aufdringlich groteskes Multikulti-Märchen, ziemlich genauso lustig wie sein Titel.

Ab 1.1. in den Kinos


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