Neu im Kino

Satire über Kunst und Sojabohnen: „Sell Out!“

Lexikon | Michael Omasta | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Rafflesia, die ehrgeizige Moderatorin von „For Art’s Sake“, hat eine Idee: Um, wenn schon nicht ihr Kunstmagazin, so wenigstens ihren Job beim Fernsehen zu retten, steigt sie ins Reality-TV-Fach um und interviewt Sterbende; Eric, der Erfinder eines Super-Sojabohnen-Mixers, leidet seit an einer Persönlichkeitsspaltung und Depressionen und könnte sich demnächst als Kandidat empfehlen. „Sell Out!“ beginnt als fulminante Satire – und verliert sich in müdem Klamauk. Yeo Joon Han spart nicht mit Untergriffen gegen Quotennutten, „überschätzte Minderleister“ (sprich: Künstler) und die zynischen Praktiken geldgeiler Industriebosse, aber kaum was davon reicht in puncto Witz und Schärfe noch an den Namen des Konzerns, für den beide arbeiten, heran: Fony – ein vielsagendes Konglomerat aus „phony“ und Sony.

Ab 1.1. im Top-Kino (OmenglU)


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