Buch der Stunde

Lexikon | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Während Weihnachten als Fest der Geburt eines Knaben gefeiert wird, der den Menschen neben der Glückseligkeit das ewige Leben versprach, geht der Protagonist Stanley Low in Michael Hampes „Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück“ von der Unausweichlichkeit des Todes aus. Auf die Frage nach dem Glück gibt dieses kluge Buch keine eindeutige Antwort, sondern stellt eine Vielzahl von Stimmen vor, die alle plausibel scheinen, obwohl sie sich teilweise widersprechen.

Dazu hat Hampe, der sich damit in die von Platon über Montaigne bis Camus reichende Tradition der Verbindung von Fiktion und theoretischer Reflexion einreiht, eine gefinkelte Konstruktion erdacht: Obwohl es die Calenberger Akademie der Wissenschaften nicht mehr gibt und also auch ihren Preis auf die Frage „Kann das menschliche Leben vervollkommnet werden und wenn ja, auf welchem Weg können die Menschen das Glück finden?“ nicht, werten der privat wie akademisch gescheiterte ehemalige Sekretar (sic!)


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