Florians Nachtdienst

Was in Wiens Partyszene passiert – Veranstaltungen im Überblick

Lexikon | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Südbahnhof: Auf, auf zum fröhlichen Abriss!

Bitte! Alle zurücktreten, nicht drängeln! Sonst kommt gar keiner mehr rein!“ brüllt der sichtlich überforderte Polizist in sein Megaphon, sein Kopf ist hochrot. Seit Stunden warten sie schon draußen in der Kälte, die hunderten Party-Kondolenten, die dem Südbahnhof das letzte Geleit geben wollen. Doch der Laden ist voll, um ein Uhr morgens geht kurz gar nichts mehr. Aus Protest skandieren einige: „Die Mauer muss weg!“ Andere suchen nach abenteuerlichen Schlupflöchern; das Gerücht kursiert, man könne sich wagemutig über die Terrasse einschleusen. Einige reißen erzürnt Teile des Absperrungszauns nieder, andere haben vorsorglich Thermosflaschen für die lange Wartezeit dabei. Verpassen jedenfalls wollte sie keiner, die Urban-Destruction-Party. Zu Recht, auch wenn’s am Ende eh das übliche Südbahnhof-Flair eingestellt hat: schmutziger Marmorboden, Gedränge und eisige Kälte. Nur hatte der Grind in dieser Nacht erstmals einen


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