Meinesgleichen

Ein Wort zum Jahrzehntewechsel

Falter & Meinung | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Gestatten Sie, dass ich ausnahmsweise hier nicht andere zitiere, sondern direkt das Wort an Sie richte. Sie, das Falter-Publikum, stelle ich mir als jene Leute vor, die wie wir ein anderes Österreich wollen. Kein rechtspopulistisch verseuchtes, keines, in dem sich Klüngel bereichern, keines, in dem große Teile der politischen Klasse zu jeder Reform unfähig sind.

Ich stelle Sie mir als ein Publikum vor, das mit dem medialen Angebot unzufrieden ist. Wir im Falter versuchen, dem österreichischen Schlaucherl- und Pülchertum unsere Art von Journalismus entgegenzusetzen. Wir sind mit diesen Bemühungen nicht allein, und der Erfolg unseres Relaunchs ermutigt uns dabei.

Es ist uns (vor allem dem Kollegen Klenk) nicht nur gelungen, im Bereich der Justiz ein paar Schweinereien aufzudecken. Das waren spektakuläre Fälle, gewiss. Genauso wichtig aber ist die Zähigkeit, mit der wir versuchen, ordentlichen, qualitätsvollen Journalismus zu machen.

Wir konnten 2009 oft über Preise und Auszeichnungen berichten, Klenk wurde wieder Aufdecker des Jahres, Kralicek Nummer zwei bei den Kulturjournalisten, Nüchtern erhielt den Preis der Stadt Wien für Kulturpublizistik, Wolkinger/Noormofidi bekamen den Leopold-Ungar-Preis.

Ebenso freut uns, dass die Zahl unserer Leserinnen und Leser in diesem Jahr deutlich gestiegen ist. Der Falter war ein Gewinner der Mediaanalyse. Bleiben Sie uns gewogen. Und alles Gute für 2010. AT

Alles Gute für 2010!


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