Kommentar

Der perfekte Ausländer hat bald keine Lust mehr auf Österreich

Integration

Falter & Meinung | Julia Ortner | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Kein Schwarzer, kein Muslim, lieber ein Christ. Er soll sich ähnlich kleiden wie wir und nicht zu viele Kinder haben. Seine Frau soll er nicht unterdrücken, Deutsch soll er sprechen. So ähnlich stellen wir uns den perfekten Ausländer vor.

Deutschkenntnisse sind das Wichtigste, um diesem Idealbild zu entsprechen, das macht jetzt auch Innenministerin Maria Fekter klar. Die Law-and-Order-Beauftragte von Josef Prölls ÖVP legte überraschend einen Entwurf für ihren Nationalen Aktionsplan zur Integration vor. Kernpunkt des Plans, über dessen Details SPÖ und ÖVP noch ringen: Künftig sollen Zuwanderer schon vor der Einreise Deutschkenntnisse vorweisen; diejenigen, die bereits hier leben, müssen ein höheres Sprachniveau erreichen. Anfang 2010 soll es eine Einigung der Regierung dazu geben.

Dass Leute, die in einem Land leben wollen, natürlich auch dessen Sprache beherrschen sollten, ist heute unbestritten. Aber die deutsche Sprache wird von der Innenministerin auch ganz bewusst als Symbol


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