Wertungsexzess

Dolm der Woche: Veit Sorger

Politik | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Der IV-Präsident zieht aus einer Unvereinbarkeit keine Konsequenz

Veit Sorger sieht sich als ehrenwerten Kapitän, der den Industrie-Tanker durch turbulente Zeiten steuert. Auch privat nutzt der IV-Präsident so manche Privatisierungswelle. „Jugendfreund“ Tilo Berlin erwirtschaftete durch den Kauf und Verkauf von Hypo-Aktien mehr als 150 Millionen Euro Gewinn. Und Sorger, als Investor beteiligt, schnitt mit. Ob dieses Geschäft rechtlich sauber war, untersucht gerade die Münchner Staatsanwaltschaft. Für die beiden Jugendfreunde gilt die Unschuldsvermutung. Gleichzeitig sitzt Sorger aber als Aufsichtsrat in der Banken-ÖIAG, wo er österreichische Staatsanteile an Banken verwaltet, also auch an der Hypo. Ein Rücktrittsgrund vom ÖIAG-Amt? Nicht für Sorger. Der legt den Gewinn auf ein Treuhandkonto, nennt sich selbst „transparent“ und will über die Causa nichts mehr sagen.


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