Punsch oder Putsch: Was bleibt von Blau-Orange?

Politik | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Ein vereintes drittes Lager ist noch nicht in Sicht. Dafür gerät FPÖ-Chef Strache vor der Wienwahl intern in Bedrängnis

Analyse: Martin Gantner

Für einen Augenblick schienen sie unbesiegbar. Schließlich ging es vergangenen Mittwoch um Größeres – um Seelenverwandtschaft, sagte der eine, um gar Historisches, der andere, und um ein wiedererstarktes drittes Lager, beteuerten beide.

Für kritische Töne war bei so viel zur Schau gestellter Eintracht wenig Platz, denn „die freiheitliche Seele ist komplett“, las FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache aus den vor sich liegenden Unterlagen. In Richtung seines Sitznachbarn sagte er: „Willkommen daheim.“ Uwe Scheuch, bis dato Landesparteiobmann des BZÖ in Kärnten und nun Chef der Freiheitlichen Partei Kärntens (FPK), lächelte: „Es tut gut, wieder zuhause zu sein.“ Eine Pressekonferenz im blauen Parlamentsklub, getragen von Euphorie. Euphorie, von der eine Woche später nicht mehr viel übrig zu sein scheint.

Der Plan der Kärntner


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