Das schönste Buch der Welt des Jahres

Politik | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Noch kein Weihnachtsgeschenk? Hier ist es: Georg Brunold versammelt in einem atemberaubenden Werk Reportagen aus 2500 Jahren

Rezension: Florian Klenk

Wir kennen das Klagelied: Der Journalismus, zumal auf bedrucktem Papier, sei dem Untergang geweiht. Der neue Mensch, der „Bürgerjournalist“, will bloggen, twittern, scrollen, und zwar gratis. Buch und Zeitung sind nur ein Anachronismus, so wie der professionelle Reporter, der Papier mit reflektierter und wohlformulierter Anschauung füllt.

Und dann kommt so ein 85 Euro teurer Siebenhundertseitenziegel daher und widerlegt das Gerede. Das Ding ist schwerer als ein Laptop, unmöglich, es in einer Hand zu halten. Man muss das Buch ehrfürchtig vor sich hinlegen und am besten mit Zwirnhandschuhen anfassen, so schön ist es gesetzt.

„Nichts als die Welt“ verspricht der leinengebundene Band. Herausgeber Georg Brunold, ein ehemaliger NZZ-Reporter und DU-Journalist, kompiliert liebevoll 164 Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren: Reiseberichte,


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