Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Wie ein öffentlicher Park zum Privatgrundstück eines Luxushotels wurde

Ein Park beim Schloss Schönbrunn erregt den Ärger des grünen Kultursprechers Wolfgang Zinggl. Der Auer-von-Welsbach-Park, sagt er, erzähle „eine exemplarische Geschichte über die subventionierte Privatisierung von öffentlichem Grund“.

Es beginnt Ende der 90er-Jahre. 4000 Quadratmeter Park beim Technischen Museum werden zur Errichtung eines Verkehrsmuseums umgewidmet. Das Projekt wird nie umgesetzt. Stattdessen wird ein Imax-Kino in Betrieb genommen. Die dem Wirtschaftsminister unterstehende Bundesimmobiliengesellschaft (Big) schließt mit Imax einen Mietvertrag ab. 2005 geht das subventionierte Kino in Konkurs, eine Betonruine und Schulden bleiben zurück.

Nun verkaufte die Big den Park an die Schweighofer Privatstiftung, einen Investor, der dort ein Viersternehotel errichten soll. 6,5 Millionen Euro, so zeigen Zinggl vorliegende Dokumente, hat der Bund investiert, damit die Wiener einen Park verlieren.


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