Als wir unser Leben ins Internet auslagerten

Medien | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Wikipedia, Apple, YouTube. Vor zehn Jahren startete eine digitale Revolution. Sie hilft und knechtet uns

Rückblick: Ingrid Brodnig

Das Web war Anfang des Jahrtausends ein unentdecktes Land. Zugegeben, man konnte dort durch die Gegend surfen, Infos sammeln oder mit Fremden chatten. Aber genauso gut konnte man den Computer ausgeschaltet lassen, eine Zeitung aufschlagen oder mit der Nachbarin sprechen. Das Internet war ein schickes Spielzeug, eine Zukunftshoffnung. Unverzichtbar war es noch nicht.

Dann aber wandelten wir immer größere Teile unseres Lebens in Nullen und Einsen, in digitalen Code, um: Die Lieblings-CD in MP3s, die Urlaubsfotos in JPGs, unser Privatleben in Facebook-Nachrichten. Diese Entwicklung hatte lange vor der Jahrtausendwende begonnen, nun aber trieb sie ein Heer an Internetusern im Eiltempo voran. Gemeinsam bauten sie das Web 2.0, plötzlich wurde es online richtig interessant. Das ist längst nicht die einzige Erkenntnis aus den letzten zehn Jahren.

Das Web feuert Revolutionen


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