Wahnsinn Klimawandel: Hundstage auch im Winter!

Feuilleton | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Jeden ersten Donnerstag im Monat ist „Doggy Day“ im Admiral, und der vierbeinige Freund darf mit in den Kinosaal

Reportage: Joseph Gepp

Inglorious Basterds“ ist wohl nichts für nichtmenschliche Lebewesen – zu schnell, zu trashig, zu postmodern. Dann eher die Frühvorstellung, „Edge of Love“, ein britisches Melodram um den Dichter Dylan Thomas und seine Frauen. Das wiegt garantiert den härtesten Pitbull in den Schlaf.

Im Foyer sind sie schon angetanzt, ein knappes Dutzend: groß und klein, haarig und fast nackt, schwanzwedelnd oder apathisch. Der „Doggy Day“, stellt man später im Kinosaal fest, basiert auf einer Art Stillhalteabkommen zwischen Hund und Halter: Letzterer will ungestörten Filmgenuss. Ersterer erkennt schnell, dass sich ruhiges Verhalten in dieser Situation besonders bezahlt macht. Und lässt sich in systematischen Zehnminutentakten mit jenen Leckerlis anfüttern, die wohlweislich draußen an der Theke verkauft werden.

Das Admiral ist eines jener sympathischen

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