Viel Lärm um nichts: ein Königreich für eine Idee

Feuilleton | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Shakespeare an der Burg: Popregisseur Stefan Pucher inszeniert „Antonius und Cleopatra“ – sagt aber nicht, warum

Theaterkritik: Wolfgang Kralicek

Luxus ist, wenn das Theater mit dem größten Ensemble der Welt für beide männlichen Hauptrollen eines Stücks Gastschauspieler engagiert. In der letzten Burgtheaterproduktion des Jahres, Shakespeares Römerdrama „Antonius und Cleopatra“, bleibt das aber nicht der einzige Luxus. Allein Cleopatras prachtvolle Garderobe (Annabelle Witt) hat wahrscheinlich so viel gekostet wie anderswo eine kleine Inszenierung.

Am Anfang ist die riesige Bühne offen und leer, aber das ist nur ein Täuschungsmanöver. Wie in einer großen TV-Show oder in einem alten Filmstudio lassen Regisseur Stefan Pucher und Bühnenbildnerin Barbara Ehnes ein bombastisches, glitzerndes Versatzstück nach dem anderen auffahren: eine große, durchsichtige Badewanne, einen von Elefanten flankierten Thron, eine Galeere und so weiter. „Holiday on Ice“ hätte seine Freude


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