Nüchtern betrachtet

Das Allerallerbeste sind doch fette Feste!

Feuilleton | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Weihnachten laboriert an einem Anthropozentrismus. Das hat, glaub ich, Jacques Derrida gesagt. Vielleicht war’s aber auch ich? Komisch, aber manchmal kann ich mich selber nicht von Derrida unterscheiden – das muss was mit dem Ende des Subjekts zu tun haben. Kurios, das! Das Subjekt ist am Ende, aber ich weiß nicht genau, wo ich aufhör und der Derrida-Jacques anfängt. Ob sich der Derrida manchmal auch mit mir verwechselt? Zu wünschen wär’s ihm ja, weil dann müsste er nicht immer orthografisch fragwürdige Bücher schreiben, die keine Sau versteht, sondern könnte einfach eine kesse Kolumne vollmachen und dort schreiben: „Weihnachten laboriert an einem Anthropozentrismus, wir müssen aber auch zur toten Materie lieb sein!“ Da hätte er dann mal Recht, der saubere Herr Derrida, und die Leute würden ihm in der Straßenbahn freundlich zunicken und punschtrunken hinzufügen: „Sauberes


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