Vom Kater nach dem weißen Rausch

Stadtleben | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

Wie Skikultur eine Nation formte und formt. Der Kulturwissenschaftler Bernhard Tschofen über Heldenverehrung, Wedeln und die österreichische Sportmoderne seit 1945

Der Fußball ist abgeschaltet, sogar der streitbare Peter Pacult. Das Land und die Restwelt rundherum gehen in den Winter, nach dem Betriebsschluss der Wärmestube Weihnachten ist nur mehr Skifahren. Daher ist auch dort, wo es nicht kalt wird, auf den Seychellen oder am Amazonas, Winter. Weil die Skifahrer ausschwärmen. Bis Ende Februar und Ende der Olympischen Winterspiele in Vancouver herrschen sie, kaum gestört von Biathleten und Dopingskandalen. Sie sind der Winter, der Schnee ist nur das Dazugegebene, das freilich immer mehr zum Dazugemachten tendiert. Der Vorarlberger Kulturwissenschaftler Bernhard Tschofen, Professor für Empirische Kulturwissenschaft und Volkskunde mit Schwerpunkt Regionale Ethnografie auf der Universität Tübingen sinniert beruflich und im Falter darüber, wie es kommt, dass sich ein Land auf zwei


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige