Eine harte Schule

Steiermark | aus FALTER 52/09 vom 23.12.2009

1929, 1939, 1989, 2009: Maria Cäsar über die Zeitenwenden, die sie erlebt hat, und die Zukunftshoffnungen, die sie hegt

Interview: Herwig C. Höller, Thomas Wolkinger

Es war nicht sehr groß, dieses andere Österreich, also die Gruppe der Menschen, die im Nationalsozialismus aktiv Widerstand geleistet und dabei auch ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben. Maria Cäsar hat das getan, sie hat sich schon in jungen Jahren gegen den Ständestaat, später gegen Hitler engagiert und sich davon nicht einmal abhalten lassen, nachdem sie von der Gestapo verhaftet wurde. Heute ist Maria Cäsar in der Steiermark die mit Abstand bekannteste Zeitzeugin aus dieser Epoche. Gut vierhundert Schulen, sagt Cäsar, habe sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten besucht, oft mehrere Klassen pro Schule, um ihre Geschichte zu erzählen. Heute, nach einer Herzoperation und einem Schlaganfall, von dem sie nur langsam genesen ist, gehe das nicht mehr. „Zu anstrengend“, sagt Maria Cäsar im Wohnzimmer des kleinen Einfamilienhauses


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige