Energetisches Spektakel mit Schlittschuh und Clowns

Lexikon | Lisa Kiss | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Die Eisrevue Holiday on Ice gastiert mit neuer Show in Wien

Die Geschichte von Holiday on Ice beginnt 1943 in Ohio. Zwei Jahre später tourt die Eiskunstshow erfolgreich mit einer transportablen Eisbahn. Die ersten Darbietungen außerhalb der USA finden in Mexiko statt. Der Sprung nach Europa folgt schließlich 1950 mit Vorstellungen in Paris, Brüssel und Bern. Die Shows finden noch heute ihr Publikum dank jährlich neuer Choreografien, immer farbenprächtigerer Kostüme und raffinierter, pyrotechnischer Tricks. Und natürlich dank immer wieder neuer, internationaler bekannter Eiskunstläufer.

Gut zwei Stunden dauert „Energia“, die neue Show von Holiday on Ice. „Eine Reise durch Zeit und Raum, Licht und Energie“ mit zwei Clowns und einem Ufo. In zwei Akten mit je sechs Szenen begegnen die Clowns „Ein“ und „Stein“ verschiedenen Fantasiewesen: dem Schlangengott Naga, der Göttin Ajna, dem Planetengott Neptun, Wassermännern und Nixen. Auf dem Mars spielt das Feuer eine große Rolle und auf der Venus steht die Liebe im Mittelpunkt. Am Planeten Salsa tobt der Karneval, in der nächsten Szene tanzen Ying und Yang gegeneinander an. Weiter geht das bunte Potpourri schließlich zum Finale: ein farbenfrohes Lichterfest.

Ein großer Ring, der eine riesige Lichtkugel umschließt, schwebt einem Raumschiff gleich über der Eisfläche auf und ab. Nebelschwaden und eine imposante Lichtorgelshow, begleitet von einer bombastischen Sinfonie, geben dem Schauspiel einen atemberaubenden Start. Leider verspricht dieser mehr, als die weiteren Szenen halten können. „Energia“ beginnt langsam und verhalten, kann sich aber zum Ende hin steigern. Die beiden Clowns „Ein“ und „Stein“ agieren mal lustig, mal ungeschickt, verspielt, aber auch interaktiv und manchmal auch störend. Bis zur Pause ruft dann nur noch die Feuershow Begeisterung hervor. Im zweiten Teil wird’s zwar rasanter, aber von „Staunen“ oder „Zauber“ fehlt leider jede Spur.

Wiener Stadthalle, bis 17.1.


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