Tipps

Bilder vom Krieg – und was die Kunst damit macht

Lexikon | Bernhard Kern | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Ausgehend von Elfriede Jelineks Texten „Bambiland“ und „Babel“ veranstaltet das Elfriede-Jelinek-Forschungszentrum unter dem Titel „Wir sind wieder vor dem Fernseher gesessen“ zwei Abende zum Spannungskreis „Medien, Krieg und Kunst“. Dabei sollen die Bedeutungsebenen der medialen Berichterstattung der westlichen und der arabischen Welt gegenübergestellt werden. Welche Positionen suggerieren die Bilder und wie reagiert die Kunst darauf?

Am ersten Tag moderiert der Germanist Peter Clar ein Gespräch zwischen der Politikwissenschaftlerin Eva Kreisky und der Theaterwissenschaftlerin Katharina Pewny zu Jelineks feministischer Medienkritik. Anschließend diskutieren der Kunsttheoretiker Bazon Brock, die Kommunikationswissenschaftlerin Katharina Nötzold und der ORF-Reporter Friedrich Orter über die Rolle der Medien im Irakkrieg.

Im zweiten Teil des Symposiums referieren der Germanist Christian Schenkermayr („Gegen die babylonische Bilderflut – Literarische Projektionen vom Irakkrieg“) sowie der Künstler und Medientheoretiker Peter Weibel („Performative Medien. Von der Simulation zum Fake“). Außerdem wird Christoph Schlingensiefs Umgang mit Bildern des Irakkriegs untersucht und dazu ein Videointerview eingespielt.

Radiokulturhaus, ORF KulturCafe, Di 18.00;

Kunsthalle, Project Space, Mi 18.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige