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Von der Abstraktion zum Kirchenbild

Lexikon | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Er gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der heimischen Moderne: Herbert Boeckl (1894–1966) avancierte vor allem in den 1920ern zum Hauptvertreter der expressiven Malerei Österreichs. Die Retrospektive zeigt sein von Zäsuren geprägtes Schaffen, das nach spätimpressionistischen Anfängen zunächst in die Abstraktion mündete. In den 30er-Jahren trat der menschliche Körper als Sinnträger existenzieller Fragen in den Vordergrund seiner mitunter religiös motivierten Malereien. In seinem Spätwerk rezipierte er u.a. den Kubismus und fand derart wieder zu einem abstrahierenden Stil zurück. Mit den international etablierten Kunstströmungen der Nachkriegsjahre konnte Boeckl dennoch nicht mehr mithalten. MJ

Unteres Belvedere, bis 31.1.


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