Neu im Kino

Wenn nichts mehr geht: „Bock for President“

Lexikon | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Es gab schon ein Bier mit ihrem Namen und das musikalische Benefizfestival Bock Ma’s; sie propagierte warmen Punsch gegen soziale Kälte und plädierte für bockige Weihnachten. Die Rede ist von Ute Bock, seit Jahren schon Österreichs couragierteste Flüchtlingsbetreuerin. Jetzt nimmt sich auch ein Film ihres sozialen Engagements an. „Bock for President“ von Houchang und Tom-Dariusch Allahyari zeigt den Alltag der ehemaligen Erzieherin, die ihr Leben und ihre Arbeit sozusagen „freiberuflich“ ganz in den Dienst der Asylanten und Asylantinnen stellt. Von den Anfeindungen ihrer Umwelt scheinbar unbeeindruckt, macht Bocks unermüdlicher Einsatz vor allem eines schmerzlich bewusst: die Unzulänglichkeiten der österreichischen Migrationspolitik. Manchmal, wenn nichts mehr geht, hilft nur noch Galgenhumor. „Wenn ich nicht mehr kann“, erklärt Ute Bock gegen Ende des Films, „möchte ich eine gütige Straßenbahn erwischen, die mich zusammenführt.“ Mo

Ab Fr im Stadtkino


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