Glosse

Was man der Partei mit dem Tourette-Syndrom einmal sagen sollte

Rechte Sprachdiarrhoe

Falter & Meinung | Ingrid Brodnig | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Exiljude, Kampflesbe, Kinderschänder. Eine Schmähung, die der FPÖ zu tief ist, muss erst gefunden werden. Am Tourette-Syndrom ist auch der Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer erkrankt. Er bezeichnete den Grün-Mandatar Gebi Mair erst als „Landtagsschwuchtel“, jetzt will er ihn nur noch „eine homophile Bereicherung des Tiroler Landtages“ nennen, „um seine zarte Seele nicht weiter zu erregen“. Wie würden die Blauen auf solche Untergriffe reagieren? Wenn jemand Heinz-Christian Strache einen „Paintball-Prolo“ nennt? Oder Herbert „Daham statt Islam“ Kickl einen „Häuslpoeten“ und Uwe Scheuch „Schlampe vom Wörthersee“? Dafür wären die Heulsusen von der FPÖ viel zu schwach. Die plärren schon los, wenn man sich über ihre Lieblingsliteratur und ihre schneidigen Fan-T-Shirts aufregt.


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