Kommentar

Ministerin Claudia Schmied ist Häuptling Schlafende Kulturpolitik

Kulturpolitik

Falter & Meinung | Matthias Dusini | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Dinosaurierschauen im Naturhistorischen und Eisenbahnspielen im Technischen Museum werden künftig das Familienbudget weniger belasten. Seit 1. Jänner ist der Eintritt für Kinder und Jugendliche in allen Bundesmuseen frei.

Kulturministerin Claudia Schmied hat damit dem Bürger ein paar jener Euros zurückgegeben, die er durch die Umstellung staatlicher Museen auf privatwirtschaftliche Rechenmodelle – sprich hohe Eintrittspreise – verloren hatte. Langfristig ist der freie Zugang ein großes Plus. Wer in jungen Jahren im Museum war, kommt später vielleicht einmal wieder.

Indianerschauen verspricht die derzeitige Ausstellung über Sitting Bull im Museum für Völkerkunde (siehe auch S. 33). Der Ursprung ethnologischer Museen war der kolonialistische Blick auf fremde Kulturen, ihr Unterhaltungswert der damit verbundene voyeuristische Kitzel.

Zwar lebt Buffalo Bills Exotikshow in Formaten wie „Afrika! Afrika!“ weiter, Museen haben ihr Unterhaltungspotenzial auf Kosten anderer aber längst


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